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18.06.2006 | Marta & Co
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MARTa - Eine unendliche Geschichte

Eine Chronologie
17.06.06, MARTa Betriebskosten explodieren: 2,55 Mio. Euro Zuschuss für das Jahr 2005
Die städtische Zuschuss für die Betriebskosten des MARTa - Museums betragen für das Jahr 2005 2,55 Mio. Euro, 550.000 Euro mehr als geplant. Für das Jahr 2006 werden 3 Mio. Euro prognostiziert.
Quelle: Westfalenblatt

25.05.06, Baukosten für MARTa steigen auf 30,5 Millionen Euro
Die Baukosten für das MARTa-Museum steigen um weitere 1,7 Millionen Euro auf 30,5 Millionen Euro.
Quelle: Neue Westfälische, Westfalenblatt

23.12.05, Ahlers hängt MARTa ab
Die ursprünglich für das MARTa Museum als kostenlose Leihgabe vorgesehene Sammlung des Bekleidungsunternehmers Jan Ahlers wandert in sein eigenes Museum in Hannover. Hintergrund: Für das Grundstück, auf dem heute das Millionenloch MARTa steht, hatte die Stadt Herford dem Jan Ahlers für fünf Millionen Euro abgekauft. Allerdings sollte dafür im Gegenzug die Bilder-Sammlung des Ahlers zur kostenlosen Verfügung stehen. Nun steht die Stadt mit nix da - Jan Ahlers eröffnete übrigens vor kurzem sein eigenes Museum.
Quelle: Neue Westfälische

17.12.04, ,,Das neue MARTa-Budget”
Die ,,Organisatoren” fahren die kalkulierten (ehemals 80.000) 50.000 Besucher auf 30.000 runter. Der Eintrittspreis soll 3 Euro betragen.
Die für den Kredit (3,8 Mio. Euro) anfallenden Zinsen (150.000 Euro) sollen durch Einsparungen beim Sicherheitspersonal aufgefangen werden und somit weitere Kosten vermeiden. Für das Jahr 2005 hat das Museum 1 Million Euro für Ausstellungen zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag soll für die Folgejahre auf 800.000 Euro begrenzt werden.
Quelle: Neue Westfälische, Westfalenblatt

30.11. - 17.12.04, MARTa ist Zahlungsunfähig - Neuer Kredit von 3,8 Mio. Euro
Bau-Controller Koch packt aus. Die MARTa - Gesellschaft (MKK) ist pleite. Damit der Bau weitergehen kann, muss der Stadtrat 3,8 Mio. Euro bewilligen. Damit steigt der Investitionsvolumen auf 28,8 Millionen Euro. Erstaunlich war, dass der Beschluß gerade mal 4 Tage nach Veröffentlichung der Zahlungsunfähigkeit gefasst wurde. Zur Erinnerung: In den Planungen von 1999 sollten die Baukosten insgesamt 15 Millionen Euro betragen.

MARTa-Architekt F-Gehry wüscht sich für:
1.500.000 Euro
eine extravertierte Dachkonstruktion mit ,,Skylights”

150.000 Euro
eine ,,stöckelschuhfreundliche Bepflasterung” & die Bestrahlung des Baukörpers

700.000 Euro
Mehrkosten durch die Bauzeitverlängerung

650.000 Euro
Bauteil - D braucht als Veranstaltungsraum auch Toiletten, Garderobe, Mobiliar

200.000 Euro
Neubestuhlung der MARTa-Cafeteria

230.000 Euro
Sicherheitstechnik

370.000 Euro
Mindereinnahme durch Teilwegfall von Zuschüssen des (LWL)

3.800.000 Euro
Summe

38.000 Euro
Tilgung (1% von 3,8 Mio. €) übernimmt die Stadt Herford (Betriebskosten)

150.000 Euro
Zinsen (4%) gehen laut Wirtschaftsplan zu Lasten des MARTa - Budgets
Quelle: Neue Westfälische 1 2 3 4, Westfalenblatt 1 2 3

30.11.04, Es wird gespart!
Das Haushaltsjahr 2004 weist ein ,,strukturelles Defizit” von 4,2 Millionen Euro auf. ,,Über die Ursachen lasse sich nichts Genaues sagen, meint der städtische Finanzcontroller”. Auf die Idee, dass sich dieses Defizit aus den Ausgaben für MARTa & Co. resultiert, kommt selbstverständlich niemand. Die städtischen Personalkosten (29 Millionen Euro), sprich die Löhne bzw. die Arbeitsplätze, wurden um 900.000 Euro gesenkt/gestrichen.
Quelle: Neue Westfälische

04.10.04, Schuldenstand der Stadt Herford steigt auf 78 Millionen Euro
Wollbrink: ,,Die 400 neuen Arbeitsplätze in der Goebenstrasse, von denen Gabriel sprach, seien verlagert worden und nicht neu entstanden und stehen im Widerspruch zur Belebung der Innenstadt”.
Quelle: Neue Westfälische

23.09.04, MARTa - Baukosten steigen auf 25,7 Mio. Euro
Gehry-Bau wird 950.000 Euro mehr kosten. Dabei werden 250.000 Euro für die Dachlandschaft und weitere 700.000 Euro für den Innenausbau veranschlagt.
Quelle: Neue Westfälische

24.08.04, MARTa öffnet erst 2005
700 Einladungen zum Eröffnungstermin (6./ 7. November 2004) müssen aufgrund von Bauverzögerungen zurückgezogen werden.
Quelle: Westfalenblatt

17.07.04, Die E-ON Millionen
Die jährlichen Betriebskosten für MARTa steigen um 500.000 Euro. Zur Finanzierung des zusätzlichen Bedarfs für die nächsten 3 Jahre werden die so genannten E-ON Millionen herangezogen.

06.07. - 17.07.04, Betriebskosten steigen um 500.000 Euro auf 3,21 Mio. Euro
Stadt Herford hat ein Kreditvolumen von 7,8 Millionen € für MARTa aufgenommen. Die Zinsbelastung ( 4%) beläuft sich auf 312.000 Euro. Zusammen mit den Tilgungsraten ergibt das eine zusätzliche Belastung in Höhe von ca. 500.000 Euro, die in den bisherigen Berechnungen der Betriebskosten nicht berücksichtigt wurden.
Betriebskosten betragen nunmehr 2.710.000 € + 500.000 € = 3.210.000 Euro
Quelle: Neue Westfälische, Westfalenblatt 1 2

19.06.04, Zitat
Jahnke - Horstmann (SPD): ,,Wer sich grosse Kunst in Herford leistet, darf die kleinen Menschen nicht vergessen”.
Quelle: Neue Westfälische

06.05.04, Woher kommen die 7,5 Millionen Euro? Sponsoring oder Dividendes?
Als EMR-Altgesellschaftler hat die Stadt Herford die vom E-ON Konzern zusätzlich ausgeschüttete Dividende von 15 Mio. Euro einen Löwenanteil in Höhe 7,5 Mio. Euro eingestreicht. Diese Gelder stammen aus öffentlichem Vermögen und deswegen sind die mit ihnen erzielten Einkünfte, wie die 7,5 Mio. Euro, auch öffentliches Eigentum.
Quelle: Westfalenblatt 1 2

26.04.04, Bauvolumen beträgt 24,4 Mio. Euro - Betriebskostenkalkulation für MARTa
Einnahmen

1.500.000 Euro
Stadt Herford

500.000 Euro
Stadt Herford (E-ON Dividende) siehe 6.5.2004

700.000 Euro
MKK - Einnahmen (MARTa - GmbH)

2.700.000 Euro
Gesamteinnahmen

Der unmittelbare Städtische Anteil an den Betriebskosten beträgt somit 2 Millionen €.

MKK - Einnahmen
295.000 Euro Eintrittsgeldern, Katalog und Plakatverkauf unter der Zugrundelegung von 50.000 Besuchern.
260.000 Euro Zuschüsse, Spenden, Sponsering
133.000 Euro Miete, Pacht
486.000 Euro Gebäudeunterhaltung (Instandhaltung, Strom, Wasser, Sicherheit)

Ausgaben

830.000 Euro
Personalkosten (einschließlich Gehalt von Hoet)

840.000 Euro
Ausstellungsbudget

140.000 Euro
Abschreibungen

65.000 Euro
Depot für Ausstellungsstücke

60.000 Euro
Marketing

129.000 Euro
laufende Betriebskosten

140.000 Euro
Verwaltung

20.000 Euro
Bibliothek

2.710.000 Euro
Gesamtausgaben (Kreditfolgekosten nicht enthalten)

Quelle:Neue Westfälische, Westfalenblatt

28.01.04, Leserbrief von "genug ist genug": EON - Anteile sind öffentliches Eigentum
Quelle: Neue Westfälische

17.10.03, MARTa - Namensgebung
10.000 Euro für das MARTa - Marketing-Männchen Hans Koch, weil er sich angeblich den Namen ,,MARTa” einfallen lassen hat.
Quelle: Neue Westfälische


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